Samstag, 21. März 2015

[FMA Leipziger Buchmesse 2015] Buchverschenkung / Ursula Poznanski / Janet Clark / Arno Strobel / Loewe ThrillerNacht

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Herzlich Willkommen zum ersten Teil meines Follow me Arounds zur Leipziger Buchmesse. Und der beginnt kurioserweise gar nicht direkt auf der Messe, sondern eher in der Leipziger City, wo ich einem echten Geheimtipp gefolgt bin:




Durch Zufall habe ich nämlich von der zweiten Loewe-Thriller-Nacht im Schille Theaterhaus in Leipzig Mitte erfahren. Schließlich finden nicht nur auf dem Messe-Gelände Veranstaltungen statt, sondern in ganz Leipzig. Normalerweise hätte ich mich abends nicht alleine in die Stadt getraut, aber mit meiner Schwester gemeinsam habe ich den Sprung gewagt und wir fuhren mit der Tram fast direkt bis vor die Haustür des Theaters.

Moderator Marc Langebeck und Autorin Ursula Poznanski
Zu Gast an diesem Abend waren die Autoren Ursula Poznanski, Janet Clark, Arno Strobel, Eoin Colfer und der Schauspieler und Hörbuchsprecher Rainer Strecker. Über die letzten beiden werde ich in Teil 5 meines FMA (also am Mittwoch) berichten. Nun aber zu den Hauptfiguren dieser Episode:

Arno Strobel
Der deutsche Schriftsteller stellte sein neuestes Buch "Schlusstakt" vor. Dabei zeigte er, dass er überaus sympathisch und witzig sein kann. Er las nämlich eine Szene vor, in der ein junges Mädchen begraben wird und als ein im Publikum sitzendes Kind fragte, warum das Mädchen denn sterben musste, antwortete er flachsend:

"Weil jemand es umgebracht hat!"

Strobel plauderte neben den Infos um sein neues Buch auch einige private Details aus: während zwei seiner drei Kinder (11,13 & 19 Jahre) ihren Papa für einen großartigen Schriftsteller halten, so hält die älteste Tochter sich doch etwas bedeckt gegenüber seinen Büchern.

"Sie liest aber auch generell nicht gerne. Schade eigentlich!" lautete hier sein Kommentar.

Weiterhin verriet Strobel, der eigentlich Bücher für Erwachsene schreibt, dass er bei Schlusstakt zuerst damit begonnen hatte, in Jugendsprache zu schreiben, es aber schnell wieder aufgegeben hat, weil es nichts peinlicheres gibt "als einen alten Mann, der versucht, jugendlich zu schreiben".

Arno Strobel sieht auf Fotos meist sehr ernst und nachdenklich aus, aber sowohl mir als auch meiner Schwester kam er unheimlich sympathisch rüber. Er war höflich, unglaublich witzig und vor allem gegenüber den Kindern im Publikum sehr aufgeschlossen. Gerne möchte ich diesen Schriftsteller 2016 wiedertreffen. Und dann vermutlich mit 1000 Fragen im Gepäck!


Das Buch "Schlusstakt"
Bei Schlusstakt handelt es sich um einen Jugendthriller voller Intrigen und gegenseitiger Missgunst. Das Mädchen Vicky hat es bei einer Castingshow in die letzte Runde geschafft. Auf einer paradisischen Südseeinsel kämpft sie mit den anderen Kandidaten um einen Menge Geld und um den Plattenvertrag. Aber dann geschieht ein Mord - und der Mörder ist noch auf der Insel...
Mehr zum Autor...

Janet Clark
Janet Clark habe ich nun bereits zum zweiten Mal auf einer Lesung gesehen. Sie ist etwas zurückhaltender als Arno Strobel, aber auch sehr nett. Sie stellte ihre neue Buchreihe (Tetralogie) "Finstermoos" vor.
Die in München geborene und lebende Autorin erzählte, dass sie mittlerweile vom Schreiben leben könnte, was für Autoren oft sehr schwer ist. Sie berichtete auch von dem Verein "Mörderische Schwestern" zur Förderung von deutschsprachigen Autorinnen der Krimiliteratur.

Die Serie "Finstermoos"
...besteht aus vier Bänden, die alle ein ähnliches Cover haben. In dem Bescheidenen österreichischen Örtchen Finstermoos wird auf einer Baustelle eine Babyleiche gefunden. Journalisten und Reporter strömen in den beschaulichen Urlaubsort, um die Wahrheit über die Leiche ans Licht zu bringen. Auch 4 Jugendliche sind in die Handlung verstrickt und versuchen, den Geheimnissen des Ortes auf den Grund zu gehen.
     Band 1: Aller Frevel Anfang
     Band 2: Am schmalen Grat
     Band 3: Im Angesicht der Toten
     Band 4: Bedenke das Ende
     Mehr zur Autorin...

Ursula Poznanski
Was für Haare! Noch nie habe ich so eine riesige rote (aber schöne!) Wallemähne bei einer Autorin gesehen. Der Autor Eoin Colfer hatte teilweise sogar Angst, weil er Poznanski's Ohren nicht erkennen konnte[sie könnte schließlich auch eine Elfe aus "Artemis Fowl" sein].
Poznanski las aus dem dritten Band ihrer Eleria-Trilogie.

Den dritten Teil einer Reihe vorzustellen, ohne zu spoilern, ist wahnsinnig schwierig, wurde von Poznanski aber einwandfrei gelöst.
Auf die Frage, warum sie eine Trilogie geschrieben hat und keinen Einteiler, antwortete Sie, dass die Geschichte in ihrem Kopf so groß war, dass es von vornherein auf drei Teile hinauslief. Dabei hatte sie die Wahl zwischen den Genres Fantasy und Dystopie. Also hat sie die heutige Welt in die Zukunft verlegt und entstanden ist dabei die Eleria-Dystopie:

Poznanski ist bekannt für Ihre Plot Twists [Wendungen] am Ende einer Story und auch bei Eleria soll es nicht anders sein. Poznanski erzählte, dass sie auch meist von Beginn an wisse, wie ihr Buch in etwa enden wird. Geschrieben hat sie übrigens die meiste Zeit zur Musik von "Game of Thrones".

Die Eleria-Trilogie
Das Mädchen Ria kämpft in einer dystopischen Welt ums Überleben. Von heut auf morgen wird sie aus ihrer privilegierten Welt ins Chaos gestoßen und jemand trachtet ihr nach dem Leben. Aber warum?
Band 1: Die Verratenen
Band 2: Die Verschworenen
Band 3: Die Vernichteten
Mehr zur Autorin...

Vielen Dank an den Loewe-Verlag für so einen tollen Abend! Gerne bin ich nächstes Jahr wieder mit dabei!
 Und ihr?

zur Buchverschenkung geht's übrigens hier entlang

©der Bilder in diesem Post: Paralauscher

Kommentare:

  1. Wirklich ein toller Bericht! :)
    Von Ursula Poznanski konnte mich bis jetzt leider nur 'Saeculum' überzeugen, aber sie scheint sehr nett zu sein ^.^
    Alles Liebe,
    Jasi ♥

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    1. Ich persönlich habe Saeculum abgebrochen, fand aber Erebos unglaublich toll! Nett war sie wirklich!
      LG

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