Samstag, 1. November 2014

[Filmkritik] - The Maze Runner : Die Auserwählten im Labyrinth

"Du bist nicht wie die Anderen. Du bist neugierig."


Genre: Dystopie / Science Fiction
Regie: Wes Ball
FSK: 12
Länge: 113 Min.
Schauspieler: Dylan O'Brien / Will Poulter / Kaya Scodelario / Thomas Sangster
Website zum Film: mazerunner-de
Romanvorlage?: Ja - James Dashner's "Maze Runner"

Worum geht's genau?:

Der Junge Thomas wird mit einem Fahrstuhl hinauf gefahren in eine Welt, die er nicht kennt. Die Tore öffnen sich und er entdeckt, dass er auf einer Lichtung gelandet ist, gemeinsam mit Dutzenden anderen männlichen Jugendlichen. Thomas erinnert sich an nichts, er weiß nicht, wer er ist, noch woher er kommt. Die Lichtung ist von einem Labyrinth umgeben, dass undurchdringlich ist und von den sogenannten "Griewern" - Zwitterwesen aus Maschine und Insekt - beherrscht wird. Thomas ist verängstigt, aber sicher: Er will einen weg hinaus finden. Aber dazu muss er durch das Labyrinth...

Mein Fazit

Eigentlich wollte ich, bevor ich den Film gucke, das Buch lesen. Aber ich wurde überredet und bereue es absolut nicht. Ganz im Gegenteil: Der Film hat mir richtig Laune auf die Bücher gemacht und vor allem das Ende des Films lässt sehr viel offen. Die Spannung steigt, sodass man am liebsten gleich Zuhause mit der Story beginnen möchte.
Fangen wir bei den Schauspielern an, die ich wirklich gut besetzt fand. Viele Jungsschauspieler mit unterschiedlichen Bekanntheitsgraden, vereinigt als Gruppe auf der sogenannten "Lichtung" - ein quadratischer Platz bestehend aus Wiese, Wald und Gestrüpp. 

"Schön, dass du da bist, Strunk. Willkommen auf der Lichtung." S.11

Die Story wirft extrem viele Fragen auf, die mehr oder minder beantwortet werden:

Warum sind die Jungen auf der Lichtung? Gibt es einen Ausweg? Warum kann sich keiner der Jungen an seinen Vergangenheit erinnern?

Thomas ist neugierig und verlangt Antworten. Er stellt viele Fragen und ist ein ausgesprochen findiger Charakter, der mehr Geheimnisse hat als jeder andere auf der Lichtung. Dumm nur, dass auch er sich - wie die anderen - an nichts erinnert...

Ein bisschen enttäuscht war ich von Kaya Scodelario. Seit der Serie "Skins" bin ich ein großer Fan von ihr, aber im Film wirkte sie relativ blass und farblos, was aber vielleicht auch daran lag, dass sie wenig Text hatte und überhaupt keine Chance bekam, sich in irgendwiner Art und Weise zu beweisen. Thomas hingegen hat es durch Mut (und Teilweise auch Dummheit) geschafft, sich einen Platz im Labyrinth und den anderen Jungs zu verdienen und er ist ein starker Charakter, der viel Potenzial nach oben bietet. Ich bin gespannt auf die Fortsetzungen und auf seine Entwicklung.
Auch wenn Kaya (im Film "Teresa") das einzige Mädchen in der Jungentruppe ist, kommen im ersten Film keine romantischen Gefühle auf. Es geht hier wirklich mehr um Spannung und den Zusammhalt und Bruch der Gruppe. Mal sehen, wie es in den Folgeteilen weitergeht, denn ein Mädchen zwischen so vielen Jungen? Da wird irgendwann zwangsläufig was gehen...

"Alles hier hat sich verändert, seid du aufgetaucht bist!" [Gally zu Thomas]

Auch die Figuren des Gally und Newt haben mir gut gefallen. Für die, die das Buch (genau wie ich nicht kennen): Gally ist Thomas' Gegenspieler, ein sehr starker, von Will Poulter gespielter Charakter, der aber der Überzeugung ist, das Thomas an allem Schuld ist, was das Labyrinth betrifft. Er lebte auf der Lichtung und war "zufrieden" wie es war. Thomas brachte Veränderungen und das gefällt Gally so gar nicht.
Newt ist so etwas wie der Stellvertretende Chef. Gespielt wird er von Thomas Sangster (bekannt aus Game of Thrones), der auf den ersten Blick nicht sehr anführerhaft wirkt, aber genau den Bruch schafft, den der Film brauchte. Nicht alle Charaktere können immer groß, klug und stark zugleich sein.
Ein Anführer muss klug sein und überlegt. Nur weil jemand Muskeln hat, heißt das noch lange nicht, dass er die beste Wahl für alle ist. 

Dem Ende des Filmes stehe ich mit gemischten Gefühlen gegenüber: Es wird gezeigt, dass die Zeit auf der Lichtung nur Teil eines Großen Ganzen war und als Zuschauer fühlt man sich, ebenso wie vermutlich die Figuren, wie eine kleine Schachfigur inmitten einer riesigen, unmissverständlich feindlichen Welt. Ich bin gespannt, ob die Fortsetzungen den Sprung in die Liga meiner Lieblingsfilme schaffen und auch, ob James Dashner es wagt, Hauptcharaktere sterben zu lassen. Am Ende des Filmes hatte ich nämlich das Gefühl, dass die Gruppe zu groß ist, um gemeinsam erfolgreich zu sein. 

Der Film ist auf jeden Fall etwas für Fantasy-Fans ab 12 Jahren - definitiv sehenswert! 

Meine Bewertung; 4,5/5 Punkten

Kommentare:

  1. Ich wollte auch unbedingt noch vorher das Buch lesen, ahbe es abe rnicht mehr geschafft. Am Donnerstag habe ich den Film dann im Kino gesehen und fand ihn gut. Nur der Schluss hat mir nicht so gut gefallen und ich hätte mir noch mehr Zeit im Labyrith gewünscht. Aber ich werde jetzt definitv weiterlesen! Übrigens kenne ich Thomas Sangster aus "Tatsächlich Liebe". Da war er ja sooo süß!!! =)
    Liebe Grüße
    Martina

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  2. Dito. Ein guter Freund von mir hat die Bücher gelesen und war enttäuscht. Deswegen hab ich einfach diesen Film genossen (Soweit das Möglich war, da ich so schreckhaft bin hab ich mich bei diesen gruseligen Hirnen mit Beinen zu Tode erschreckt. Jedes. Verdammte. Mal!) Aber ich glaube, das ist auch ein gutes Weihnachtsgeschenk der Film :D

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