Dienstag, 2. September 2014

[Let’s Read] Incarceron - Unter der Erde sind die Sterne Legende


Teil 2 (Seite 107 – 199) habe ich nun auch hinter mir.
Unter normalen Umständen hätte ich das Buch hier abgebrochen, aber es gibt so unzählig viele positive Stimmen und außerdem habe ich schon Band 2 hier liegen.
Die Story hat großes Potenzial und ich will sie verstehen.

Die Charaktere

Claudia und Finn kennen wir bereits. Nun sind noch einige dazugekommen. Und auch die neuen Figuren kann ich (bis auf ein Mädchen namens Attia) nicht leiden. Ich werde weder mit ihnen warm, noch sind sie mir sympathisch.

Mit Claudia [dem Mädchen außerhalb Incarcerons] habe ich starke Probleme. Es wird immer wieder betont, wie klug Claudia ist, sie begreift angeblich sehr schnell und kann auch gute Entscheidungen treffen. Aber ich persönlich finde, dass sie total auf dem Schlauch steht.

"Wie amüsant, dass sie nicht einmal erkannt hat, was vor ihren Augen lag." S. 218

Ich habe das Gefühl, dass Claudia direkt vor der Lösung steht, sie aber einfach nicht sieht. So wie wenn man fragt: "Wo ist denn meine Brille?", obwohl man sie direkt auf dem Kopf trägt. Sie macht mich - Entschuldigung bitte an alle, die sie mögen - wahnsinnig.
Mit Finn komme ich etwas besser klar, auch wenn sein Charakter ebenso seltsam ist. Er musste die letzten Jahre in Icarceron leben und vor allem überleben. Dennoch ist er ziemlich naiv, was für mich bisher noch irgendwie gar nicht zusammengeht.
Finn glaubt, alles und jedem vertrauen zu können. 

Hat er in den vergangen Jahren in Incarceron nicht gelernt, wie gefährlich Vertrauen sein kann? 

Ich frage mich, wie er überhaupt überlebt hat.
Es gibt zum Beispiel einen anderen jungen namens Keiro (der wird gleich am Anfang des Buches schon erwähnt, also hoffe ich nicht, dass ihr das hier als Spoiler seht).
Keiro ist ziemlich selbstgefällig und eigennützig. Finn wirft Keiro vor, dass er ihm gar nicht wichtig ist und selbst nach einer negativen Antwort von Keiro glaubt Finn noch an dessen Treue. Das ist... surreal.

Probleme?

Auch meine Fragen aus dem ersten Teil des Let's Reads wurden noch nicht wirklich geklärt, stattdessen ergeben sich immer wieder neue Fragen:

Achtung, ab hier wird gespoilert!

Finn gilt in Incarceron als Sternenseher und ist damit etwas besonders und für die anderen Insassen relativ wichtig. Aber wie genau sieht es in Incarceron aus? Nach dem bisherigen lesen gehe ich davon aus, dass es keine Sterne gibt. Es gibt nur Licht-An und Licht-Aus, bei dem von jetzt auf gleich von Tag zu nacht gewechselt wird. Woher wissen die also alle, was Sterne sind? Sie müssen den Begriff aus ihren Geschichten kennen, anders kann ich es mir nicht erklären.

Weiterhin beschreibt Finn wie Tote bestattet werden. Sie werden mit dutzenden Blumen [S. 182] zugedeckt und dann dem Gefängnis überlassen. Aber wo genau wachsen diese Blumen, was wächst in Incarceron überhaupt? Haben die Leute Essen, wenn ja woher? Und warum gibt es dann so viele eher heruntergekommene Menschen? Warum sind Gold und Silber und Schmuck so wichtig?

Fragen über Fragen, die hoffentlich bald [oder gerne von Euch in den Kommentaren] geklärt werden.

P.S.: Denkt daran, dass alle Kommentatoren des Let's Reads automatisch an der Verlosung des Taschenbuchexemplars teilnehmen. Wer das nicht möchte, schreibt es bitte im Kommentar dazu.
Die einzelnen Teile des Let's Reads erscheinen  jeden Abend gegen 19.00 Uhr! 

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