Montag, 1. September 2014

[Let’s Read] Incarceron - Kristalladler, dunkler Schwan [1]

Herzlich Willkommen in Incarceron!

...und beim ersten Teil des Let's Reads zum Buch von Catherine Fisher.
Ich habe nun den ersten Teil (Seite 9 – 104) gelesen und möchte Euch zeigen, was ich mir in mein kleines Büchlein geschrieben habe:

Das Cover

Das Cover gefällt mir persönlich hervorragend und ich bin gespannt, was es mit der Geschichte an sich zu tun hat. Da auf dem Cover ein Schlüssel abgebildet ist, nehme ich an, dass es der Schlüssel zum Inneren von Incarceron ist und es somit einen Eingang, bzw. einen Ausgang gibt.

 Die Story

Es passiert... noch nicht viel. Das Buch beginnt zwar mit einer extrem spannenden Szene, die sich aber ein paar Seiten später wieder auflöst und die in mir gereifte Spannung so ziemlich verpuffen lässt. Da hätte es ruhig noch etwas weitergehen können, aber insgesamt ist der Einstieg sehr gelungen.


Die Charaktere

Wie bereits im Klappentext erwähnt gibt es 2 Hauptcharaktere, denen der Leser auch gleich zu Anfang schon begegnet:

Claudia, die Tochter des Hüters– gelangweilt und gefangen im goldenen Käfig ihres Vaters, den sie fürchtet, aber auch liebt. Claudia ist - zumindest bis jetzt - ein eher arrogantes Mädchen, dass weiß, was es will, aber nicht alles bekommt, was es sich wünscht.
&
Finn, der Gefangene Incarcerons– mutig, impulsiv und eigentlich ganz sympathisch. Er weiß allerdings nur wenig über seine Vergangenheit. Claudia macht allerdings eine Bemerkung, die mich auf einen Gedanken bezüglich Finns Vergangenheit bringt. Vielleicht habe ich ja Recht?

Beide Charaktere sind mir bisher tatsächlich relativ unsympathisch. Ich kann noch nicht genau sagen wieso, aber beide haben so eine Art an sich, die eher gewöhnungsbedürftig ist. Noch habe ich zu beiden keine Verbindung aufbauen können, was nach knapp 100 Seiten doch eher bedenklich ist, oder?

Stil/Sprache

Bisher werden die Kapitel abwechselnd aus der Sicht von Finn und Claudia erzählt, aber nicht in der Ich-Perspektive, sondern eher von oben herab. Das gefällt mir ganz gut, dennoch lese ich bisher die Kapitel mit Finn etwas lieber. Die Sprache ist in Ordnung, allerdings gibt es manchmal Sätze, die ich unnütz verschachtelt finde. Schachtelsätze an sich sind okay, solange sie im gesamten stimmig sind. Hier hat Catherine Fisher leichte Probleme. Apropos..

Probleme?

Ja, vorhanden. Catherine Fisher benutzt gerade zu Beginn des Buches viele Begriffe, die ich nicht verstehe und die auch nicht näher erklärt werden.
Im Moment habe ich also noch ein riesiges Fragezeichen vorm Kopf, dass sich aber hoffentlich bald in ein Ausrufezeichen verwandeln wird.

Achtung, ab hier könnte ich spoilern!

Weiterhin gibt es in beiden Welten (innerhalb/außerhalb v. Incarceron) sehr viel Technologie, dennoch ist alles auf alt getrimmt. Claudia soll Kleider tragen, die aus einem vorigen Jahrhundert stammen und wird nur mit „Euer Kleid steht Euch aber gut“-Manier angesprochen. Warum?

Was ich auch nicht verstehe ist, dass diese Welt, in der die beiden (vor allem Claudia) leben, hochtechnologisiert ist. Claudias Umgebung scheint größtenteils aus Illusionen zu bestehen, dennoch gibt es andere Dinge, die nicht projizierbar sind, von denen ich mir dann denke: Wieso das, aber nicht das?

Ein Beispiel (Definitiv Spoiler, daher Schrift mit Maus markieren):
Alles um Claudia herum ist Illusion, es gibt sogar Cyber-Pferde, also nicht reale Tiere, auf denen man trotzdem reiten kann. Warum schafft es Claudias Meister Jared dann aber nicht, eine einfache Kopie von Claudia zu erstellen, die auf einem Stuhl sitzt und ein Buch liest? Warum ist das so schwer? Ein Pferd ist doch auch kein toter Gegenstand, sondern ein Lebendiges Wesen. Warum ist eine Animation Claudias so ein Problem?

Noch ist alles sehr unverständlich, aber ich habe mir alle meine Fragen aufgeschrieben und hoffe auf baldige Antworten.

Gedanken zu Incarceron
 
Incarceron ist ein Gefängnis. Geschaffen für...

„alle Verbrecher, Unerwünschte, politische Extremisten, Verkommene und Geisteskranke“ S. 76 

Im gleichen Atemzug wird aber gesagt, das Incarceron ein Paradies werden sollte. Ein System, dass sich selbst verwaltet und in dem es den Menschen gut geht. Und das ist es, was ich nicht verstehe.
Spoiler: In einem Brief wird erwähnt, dass der Hüter meint, alles entwickele sich großartig. Dabei entwickelt sich doch alles ganz furchtbar. Incarceron ist die Hölle. Hat der Hüter nun also gelogen? Wusste er, dass es kein Paradies werden sollte, alle Menschen außerhalb sollen das aber glauben? Und wenn es alle glauben sollen, warum wird Incarceron dann außerhalb nicht ausschließlich als Paradies bezeichnet und nicht als Gefängnis? 
Wenn man das Wort "Gefängnis" hört, dann hat man doch keine Wörter wie paradisisch, wunderschön und perfekt im Ohr. Oder kennen die Bewohner außerhalb die Bedeutung dieses Wortes nicht? 
Ich hänge hier total durch. 
Wer es verstanden hat, kann es mir gerne in den Kommentaren erklären, ich komme absolut nicht dahinter…

Und warum sollte man ein Paradies für Mörder 
und Diebe schaffen?

P.S.: Auf Seite 92 wird eine Anspielung auf Alice im Wunderland gemacht. Ist das Zufall, gewollt oder trägt es überhaupt zur Geschichte bei?

XoXo, eure P.

P.P.S.: Denkt daran, dass alle Kommentatoren des Let's Reads automatisch an der Verlosung des Taschenbuchexemplars teilnehmen. Wer das nicht möchte, schreibt es bitte im Kommentar dazu.
Die einzelnen Teile des Let's Reads erscheinen übrigens jeden Abend [bis Freitag] gegen 19.00 Uhr! 

1 Kommentar:

  1. Mir gefällt das Cover auch sehr sehr gut. Habe das Buch aber noch nicht gelesen, daher kann ich dir keine Antworten auf deine Fragen geben. Aber vielleicht löst sich ja alles bald auf? Lese auf jeden Fall weiter!

    Liebe Grüße
    Patti

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