Dienstag, 18. Februar 2014

[Filmkritik] - Apparition : dunkle Erscheinung

"Sobald du daran glaubst, bist du tot!"


Genre: Thriller, Horror
Regie: Todd Lincoln
FSK: 16
Länge: 82 Min.
Schauspieler: Tom Felton / Ashley Greene / Sebastian Stan
Website zum Film: klick! 

Worum geht's genau?:

Basierend auf einem Experiment aus den 70ern, das "Charles Experiment" genannt, führen 3 Studenten in einem Keller eine Séance durch. Sie sind modern ausgestattet, haben Unmengen an High-Tech dabei und versuchen etwas heraufzubeschwören, dem sie nicht gewachsen sind. Das Experiment gelingt - allerdings nicht so, wie die Studenten es sich vorgestellt haben. Das Mädchen Lydia wird in die Wand gesaugt und taucht nie wieder auf. Und das Böse hat noch nicht genug...

Mein Fazit:

Nachdem der Zuschauer das Experiment beobachtet hat, setzt die Handlung einige Zeit später wieder ein. Der Student Ben, der ebenfalls am Experiment beteiligt war baut sich mit der Tiermedizinstudentin Kelly eine neue Existenz auf. Sie ziehen gemeinsam in einen kleinen Vorort und richten sich in einem schönen Haus ein. Kelly weiß nichts von dem Experiment und von der Kreatur, die Ben immer noch verfolgt.

Ich habe mir die Blu-ray gekauft, weil ich Ashley Greene sehr mag. In der Rolle der Alice (Twilight) konnte sie mich leider nicht überzeugen, aber dennoch sehe ich sie mir gerne an. Ich finde sie sehr hübsch und mag ihre mimische Darstellung. Als Schauspielerin hat sie mich in "Apparition" auch vollkommen überzeugt, auch wenn der Film selber mehr schlecht als recht daherkam.

Beginnen wir - um erst einmal das positive hervorzuheben - bei den Schauspielern. Tom Felten, vielen besser bekannt als Draco Malfoy (Harry Potter) war auch mit von der Partie. Und auch er hat mich restlos überzeugt. Der Rest, naja... für mich unbekannte Schauspieler, die ihre Sache aber ganz gut gemacht haben. Ich habe den Film, nachdem ich die deutsche Version einfach schlecht fand noch einmal in der Originalsprache gesehen und auch da war ich weder für noch gegen die restlichen Schauspieler. Sie waren, um das ganze hier abzukürzen: Durschnitt.

"Ich glaube nicht daran. Es existiert nicht. Es existiert nicht."

Das Setting war ganz nett, der größte Teil des Films spielt sich in Kellys und Bens Haus ab. Es gibt  nicht viele Ortswechsel und man muss sich daher auch nicht groß anstrengen, um die Handlung zu verfolgen.

Die Protagonisten sind Studenten, ich gehe also davon aus, dass sie in den Zwanzigern sind. Mich hätte interessiert, wie lange Kelly und Ben schon ein Paar sind, man zieht ja nicht einfach mit irgendwem in ein eigenes Haus.
Es wird auch nicht gezeigt, wie lange das Experiment her ist, was eigentlich elementar für die Handlung gewesen wäre. "Das Wesen" lässt sich zwar Zeit, seine Opfer mürbe zu machen, handelt dann aber doch insgesamt sehr schnell beim "einsammeln" seiner Beute. Ich bezweifle also, dass zwischen dem Experiment und Bens Umzug viel Zeit vergangen sein mag.

Der Trailer verspricht zu viel. Alle guten Szenen wurde hineingepackt, auch eine Schlussszene kommt tatsächlich darin vor, was mir persönlich auch viel vorweggenommen hat. Apparition hat, das darf man nicht leugnen, einige spannende Szenen und vor allem das Ende hat dann doch nochmal für einen Spannungsbogen gesorgt. Insgesamt war es aber ein durchschnittlicher Geisterfilm, der zwischendurch mit logischen Fehlern aufwartet und so dabei ist beim geschulten Auge zu versagen.
Die Geschichte mit Kelly und Ben beginnt sehr ruhig und liebevoll. Der Zuschauer soll eine Beziehung zu den beiden aufbauen und sie mögen, bevor der ganze Spuk losgeht. Deswegen macht sich der Geist/die Erscheinung auch zuerst nur mit verknoteter Kleidung und Schimmelartigen Flecken im Haus bemerkbar. Er klopft an die Tür und wartet, dass jemand öffnet und je länger er wartet, desto wütender wird er und desto mehr macht er auf sich aufmerksam.
Durch Ben ist Kelly mutig, ich selbst hätte schon lange meine Sachen genommen und wäre gerannt wie der Teufel. Aber Ben beschützt sie und tröstet sie, wenn sie Angst hat. Naja... darauf stehen wir Frauen eben.

Die Musikuntermalung gefiel mir sehr. Natürlich gibt es die normale Spannungsmusik, aber hin und wieder kamen auch ein paar sehr moderne Lieder dazu, die passend eingebaut waren. In den Momenten, in denen auf Musik verzichtet wurde, konnte man sich natürlich denken: "Gleich werde ich mich erschrecken!", aber ich persönlich finde so etwas nicht schlimm. Ich weiß dann für mich, dass ich JETZT etwas von meinem Freund abrücken sollte, der erschreckt sich nämlich meist noch mehr als ich und hat mir bei dieser Gelegenheit sogar schon mal eine runtergehauen.

Meine Bewertung: 2 von 5 Punkten

Wenn ihr gute Geisterfilme sehen wollt, dann würde ich euch eher zu "Insidious", "Sinister" oder "Die Frau in Schwarz" raten.
Demnächst möchte ich auch gerne noch "The Awakening", "Das Haus der Dämonen 2" und "The Conjuring" angucken. Diese Filme klingen vielversprechender.

Kommentare:

  1. Hab' eben mal geschaut, welche Filme du noch gern schauen willst. "The Awakening" fand ich recht gut, geht so ein bisschen in die Richtung "Die Frau in Schwarz", fand ich allerdings noch ein bisschen besser.
    Wirklich horrormäßig war dagegen "The Conjuring", danach hatte ich Alpträume, und das hatte ich nach einem Film bisher noch nie.

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    1. Na dann freue ich mich darauf doch sehr! Der letzte Horrorfilm, nachdem ich Albträume hatte war "Eden Lake". Der war sehr heftig. Zwar kein Schocker im klassischen Sinn, aber psychologisch wirklich genial!

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    2. Oh Gott, jaaa, der war krass. Aber eher aus sozialkritischer Sicht. Danach ging es mir wirklich schlecht.

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    3. Ganz schlimm fand ich auch den Film "Last House on the Left" - der hat mich auch unheimlich mitgenommen. Und dann gab es da noch mal einen US-Film mit dem Untertitel: Willkommen in den USA. Aber ich weiß den Titel nicht mehr genau. Den hat mein Freund gesehen und fand ihn sehr heftig, ich wollte den von anfang an erst gar nicht gucken. Es geht irgendwie um Freunde/Studenten, die überfallen und in Käfige gesperrt werden. Ich glaube, die sollten das verkauft werden oder so.

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  2. Hallo (:
    Erstmal vielen Dank für die Rezi, weil ich hab mir die ja sozusagen "gewünscht" und auch für deine tolle Nachricht!
    Schade das dir der Film nicht so ganz zugesagt hat, dann greife ich doch lieber zu 'Die Frau in Schwarz'.
    Liebe Grüße,
    Jasmin ♥

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    1. Die Frau in Schwarz fand ich sehr gut. Es ist vielleicht nicht der beste Geisterfilm, den ich gesehen habe, aber Daniel Radcliffe konnte mich überzeugen. Er ist hier auch der Rolle des Harry Potters entwachsen und zeigt sich als eigenständiger Schauspieler.

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