Montag, 1. Juli 2013

[Filmkritik] - Django Unchained

"Django. D-J-A-N-G-O. Das 'D' ist stumm!"

Ich habe mal wieder einen richtig tollen Film gesehen (wie vermutlich schon viele vor mir, aber naja) und ich wollte ihn euch natürlich nicht vorenthalten.
Es geht um "Django Unchained".
iter lesen: http://web.de/magazine/unterhaltung/bildergalerien/bilder/17037954-django-zynische-zitate.html#.A1000145

Genre: Western
Regie: Quentin Tarantino
FSK: 16
Länge: 165 Min.
Schauspieler: Jamie Foxx / Christoph Waltz / Leonardo DiCaprio / Samuel L. Jackson / Zöe Bell
Website zum Film: klick!

Worum geht's genau?: 

Angesiedelt in den Südstaaten, zwei Jahre vor dem Bürgerkrieg, erzählt Django Unchained die Geschichte von Django, einem Sklaven, dessen brutale Vergangenheit mit seinen Vorbesitzern dazu führt, dass er dem deutschstämmigen Kopfgeldjäger Dr. King Schultz Auge in Auge gegenübersteht. Schultz verfolgt gerade die Spur der mordenden Brittle-Brüder und nur Django kann ihn ans Ziel führen. Der unorthodoxe Schultz sichert sich daher Djangos Hilfe, indem er ihm verspricht, ihn zu befreien, nachdem er die Brittles gefangen genommen hat – tot oder lebendig. 
Nach erfolgreicher Tat löst Schultz sein Versprechen ein und setzt Django auf freien Fuß. Dennoch gehen die beiden Männer ab jetzt nicht getrennte Wege. Stattdessen nehmen sie gemeinsam die meistgesuchten Verbrecher des Südens ins Visier....

Mein Fazit:
Wenn ich den Namen Tarantino höre, denke ich neben den Wörtern "brillant"(ohne i!) und "umwerfend" aber auch immer an "gewalttätig" und "blutig". Tarantinos Filme sind bekannt für ausschweifende Gewaltexzesse und hässliche Todesszenen. Und genau das macht auch wieder einen Teil des Films "Django" aus. Bereits in den ersten 5 Minuten spritzt das Blut in hohen Fontänen aus menschlichen und tierischen Köpfen und manch zart Besaiteter hält sich lieber die Augen zu. Darüber, dass der Film ab 16 Jahren freigegeben ist, kann man sich streiten, aber darum soll es hier nicht gehen - sonst seid ihr morgen früh noch nicht fertig mit dem Lesen ;-)

Fangen wir bei der Story an, die mich wirklich sehr überrascht hat. Normalerweise verschachtelt Tarantino verschiedene Erzählstränge und Personen miteinander, springt in der Zeit oder wechselt die Perspektiven. Das war bei Django nicht so. Die Handlung wird, bis auf eine kleine Szene am Anfang, konsequent durcherzählt, immer "schön der Reihe nach".  Es gibt dieses mal wirklich eine sehr lineare Erzählstruktur, die den Zuschauer an die Hand nimmt und durch die Geschichte führt.


"Das ist eine deutsche Sage, da kommt immer irgendwo ein Berg vor."

Besonders hervorzuheben habe ich Christoph Waltz in der Rolle des Dr. King Schultz - einfach grandios! Er hat mich sehr oft zum Lachen gebracht, aber auch zum Nachdenken und Staunen. Er hatte eine ganz leichte Art sich auszudrücken - er war mir durchweg sympathisch und an Authentizität mangelte es ihm keinesfalls wie manche Stimmen behaupten mögen. Selten hat mich ein Schauspieler so zum schmunzeln gebracht und beeindruckt.


Auch Leonardo DiCaprio hat mich in der Rolle des widerwärtig kaltherzigen Calvin Candie überzeugt, auch wenn ich wirklich kein Fan von ihm bin.Seit Titanic habe ich so eine leichte DiCaprio-Sperre und verziehe immer das Gesicht, wenn ich ihn sehe, aber in "Django" mochte ich ihn wirklich gerne.

"Broomhilda ist mein Eigentum und mit meinem Eigentum kann ich tun und lassen, was immer mir gefällt."


In "Django" behandelt Tarantino aber auch die Sklaverei, was man nicht vergessen darf. Der Film zeigt deutlich, wie unmenschlich und würdelos die Farbigen behandelt werden, wie sie niedriger eingestuft werden als Tiere. Wie sie verkauft, geschlagen und getötet werden, wenn sie keine Leistung, keinen Gewinn bringen. Auch Django und seine Frau Broomhilda werden gequält, gebranntmarkt und ausgepeitscht. Der Film ist erschreckend, aber auch wahr. Obwohl der Film mit 165 Minuten nicht grade zu den kürzesten zählt, so hat mich doch jede Minute gefesselt und auf ein grandioses Finale  a la Tarantino vorbereitet.
Minimale Kritik habe ich eigentlich nur an der Musik zum Film, die ich teilweise etwas unpassend fand, aber ich denke, das ist Geschmackssache. Schaut ihn euch an!

Meine Bewertung: 5/5 Punkte

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