Montag, 25. März 2013

[Rezension] - "Für immer dein Dad" oder: ein ganzes Leben lang...

Titel: Für immer, Dein Dad
Autor: Lola Jaye
Verlag: rororo (Rowohlt)
Erscheinungsjahr: 2010
Seitenzahl: 338
ISBN : 978-3-499-24723-1
Preis : 8,95 € (TB)

Klappentext:
«Dies ist mein Leitfaden für meine Tochter Lois. Die größte Liebe meines Lebens.»

Als ihr Vater an Krebs stirbt, ist Lois untröstlich. Ihre Mutter möchte wieder heiraten – in den Augen der Tochter ein Verrat. Auf dem Höhepunkt ihrer Verzweiflung erreicht sie ein Notizbuch. Geschrieben von ihrem Vater vor seinem Tod. Es ist ein langer Brief an Lois. Die junge Frau beginnt durch seine Worte das Leben in einem anderen Licht zu sehen. Und sie erkennt, dass das Glück manchmal direkt nebenan wartet …

Meine Meinung:

Ich lese eigentlich selten traurige Bücher, aber eine Youtuberin hat dieses Buch sehr gelobt und da habe ich es mir besorgt und gelesen inhaliert.
Auch wenn ich es am liebsten in einem Stück gelesen hätte, so habe ich mir dann doch gezwungenermaßen viel Zeit beim Lesen gelassen – nicht, weil es ein schlechtes Buch ist oder so – sondern weil es ein Buch ist, das genossen werden will.
Ich würde niemandem empfehlen "Für immer, Dein Dad" in einem "Ruck" zu lesen. Es ist ein Buch, bei dem man sich Zeit nehmen muss. Ein Buch, bei dem man nach jedem Kapitel darüber nachdenken sollte, was man gelesen hat und inwiefern es einen selbst betrifft oder irgendwann einmal betreffen könnte.

"In dem Augenblick, indem du es fühlst, weißt du, dass es Liebe ist. So habe ich es mit deiner Mutter erlebt: Du wirst es ganz einfach wissen." S. 270


Loids Dad ist toll – das muss man einfach sagen. Wenn man erkrankt und weiß, dass man sterben wird, ist ein ein großer Akt der Liebe und Aufopferung, seine restliche Zeit damit zu verbringen ein Handbuch für seine Tochter zu schreiben, um ihr dabei zu helfen, erwachsen zu werden – auch ohne ihren Dad. Beim Schreiben muss er immer wieder mit den Momenten konfrontiert worden sein, die er nicht an ihrer Seite erleben wird und dennoch schafft er es durch dieses Handbuch in gewisser weise bei ihr zu sein - wenn auch nicht körperlich...

Lois ist noch sehr sehr jung, als ihr Vater stirbt. Als ich selbst 9 Jahre alt war, ist meine beste Freundin an Leukämie gestorben und das schlimmste nach meiner Trauerphase war, dass ich vergaß, wie meine Freundin gewesen ist. Wie sie gelacht hat, was ihre Lieblingsfarbe war und vor allem wie ihre Stimme klang. Es war sehr schön zu lesen, wie Lois nach dem Tod ihres Dads aufwächst und durch das Handbuch dennoch sich selbst und ihren Vater besser kennenlernt. Es erzählt Geschichten aus der Vergangenheit ihres Vaters und man fühlt sich auch als Leser von Anfang an mit ihm verbunden. Man begleitet Lois' über mehrere Jahre, von ihrer Jugend bis zu ihrem Erwachsenenalter.

Man fühlt, was sie fühlt.

Auch wenn Lois' Dad zu Beginn des Buches bereits 7 Jahre tot ist, so merkt man doch schnell, wie sehr sie in vermisst. Wie sie ihn in gewissen Situationen bräuchte und wie angestrengt das Verhältnis zu ihrer Mutter und deren neuem Freund ist.

Alles in allem ist es ein wunderschönes Buch. Ich gebe zu, dass vielleicht Tränen fließen werden, aber es sing gute Tränen.

Meine Bewertung: 4/5 Punkte

1 Kommentar:

  1. Mir hat das Buch auch sehr gut gefallen!!! Kann es nur weiter empfehlen!
    Liebe Grüße
    Martina

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