Montag, 15. Oktober 2012

[Rezension] - Das Bootshaus oder: die Suche nach der Wahrheit...

Titel: Das Bootshaus
Autor: Patrick McGinley
Verlag: script 5
Erscheinungsjahr: 2009 (1. Aufl.) 
Seitenzahl: 212
ISBN-13: 978-3-8390-0113-4
Preis : 12 € (Klappenbroschur)
(oder für 7,95 € von Gulliver)

Klappentext: 

Alma verbringt ihren Urlaub auf dem Land, sie will ausspannen, abschalten, vergessen. Doch was als märchenhafter Sommer beginnt, entwickelt sich zu einem beklemmenden Albtraum. Eines Nachts wird Alma an das Bootshaus am nahe gelegenen See gelockt – ein unheimlicher Ort, an dem vergangenes Jahr eine junge Frau tot aufgefunden wurde.
Alma will fliehen, doch die Tür zum Bootshaus ist verriegelt. Und da taucht sie aus dem dunklen Wasser auf: die Leiche der Verstorbenen. Bleich und hohläugig kommt sie auf Alma zu und drückt ihr einen kalten Kuss auf die Lippen. Als Alma aus ihrer Ohnmacht erwacht, spürt sie eine Veränderung. Etwas hat von ihr Besitz ergriffen. Der Geist der Verstorbenen, der nach Rache verlangt ...

Meine Meinung:

Die Geschichte beginnt mit einem sehr geheimnisvollem Brief, den ein gewisser Norbert an das Mädchen Alma schreibt. Er deutet dort schreckliche Ereignisse an, die im vergangen Sommer passiert sein sollen und die in eindeutiger Verbindung mit Alma stehen. Dieser Brief war es, der mich beim Stöbern in der Bibliothek dazu verleitet hat, dieses Buch auszuleihen.
Gerade zu Halloween rum lese ich gerne Gruseliges und ein Mystery-Thriller kam mir da gerade recht. 

Ich habe viele Meinungen über dieses Buch gehört/gelesen und gebe ehrlich zu das der überwiegende Teil es als "fade" und stellenweise langweilig empand. Ich persönlich kann dem nur teilweise zustimmen.
Die Story beginnt wirklich etwas seicht, aber ab Seite 40/45 entwickelt sich das Ganze und wird durchaus spannend, auch wenn sich das nicht bis zum Ende konsequent durchzieht.
Denn obwohl das Buch nur knapp über 200 Seiten misst, so gab es doch einige Stellen, die ich persönlich überflüssig fand und die eher "Lückenfüllend" wirkten, als tatsächlich gewollt. So, als hätte die Story selbst nur 100 Seiten gehabt und McGinley hätte einfach noch etwas drumherum geschrieben um auf eine gewissen Seitenzahl zu kommen.
Im Nachhinein wünschte ich mir auch, dass ich das Buch lieber an einem verregneten Sonntagnachmittag gelesen hätte statt mitten in der Woche - auch einfach, um die Stimmung des Buches richtig in meinen Kopf reinzulassen. So ist der größte Teil der Geschichte einfach irgendwo zwischen meinen Berufsalltag gerutscht und ich konnte mich nicht 100%ig darauf einlassen.
Alma selbst mochte ich ganz gerne, das lag aber größtenteils auch daran, dass man zu Beginn immer wieder mit ihre Erinnerungen konfrontiert wird, die einen guten Blick auf ihre Persönlichkeit bzw. ihre Entwicklung geben. Auch ihr verstorbener Bruder Roberto hat es mir sehr angetan.
Als Alma dann nach einem Besuch im Bootshaus merkt, wie jemand von ihr Besitz ergriffen hat und immer stärker zu werden scheint, muss sie um sich selbst zu retten herausfinden, was vor einem Jahr passiert ist. 

Ist das tot aufgefundene Mädchen ertrunken? Oder wurde sie gar ermordet?

Ich persönlich habe mich sehr gerne mit Alma auf die Suche nach der Wahrheit begeben und habe mit ihr gerätselt und Vermutungen angestellt. Als dann am Ende doch alles ganz anders kam als gedacht, war ich doch sehr überrascht, das hatte ich zuletzt bei "Das verbotene Haus" von J. Harris (ein tolles Buch übrigens). Das Buch liest sich relativ schnell weg, wenn man sich denn die Zeit dafür nehmen mag - und das sollte man wirklich tun....

Meine Bewertung: 3/5 Punkte


P.S. : Wer sich von euch vor kleinen Krabbelviechern ekelt, sollte vielleicht ein klein wenig auf Abstand bleiben ;-) davon gibt es nämlich reichlich...

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