Sonntag, 1. April 2012

[Rezension] - "Ruf der Tiefe" oder: der niedlichste Krake der Welt...

© Paralauscher
Titel: Ruf der Tiere
Autor: Katja Brandis und Hans-Peter Ziemek
Verlag: Beltz & Gelberg
Erscheinungsjahr: 2011
Seitenzahl: 414
ISBN-13: 978-3-407-81082-3
Preis : 16,95 € [HC] / 9,95 € [TB]

Worum geht's?:

Der 16-Jährige Leon gehört zur Elite der Flüssigkeitstaucher. In großer Tiefe erforscht er mit seinem Kraken Lucy die Meere. Er ist auf der Suche nach Rohstoffen, die er mit Lucy auf dem Meeresgrund aufspürt und die dann an die Oberfläche befördert werden. Eines Tages aber beginnt die See sich zu verändern: Es bilde sich "Todeszonen", die die Wesen der Tiefe zur Flucht an die Oberfläche treiben. Die Menschen haben Angst vor den unbekannten Tiefseebewohnern und brechen in Panik aus. Leon versucht die Wahrheit über die Zonen herauszufinden und entdeckt dabei ein Experiment, dass alles verändern könnte. Er gerät in tödliche Bedrohung, alleine das Mädchen Carima scheint ihn zu unterstützen.

Meine Meinung:


Ich finde die Thematik Tiefsee und tauchen in tiefen Gewässern sehr interessant und auch der Einstieg in die Geschichte fiel mir daher nicht schwer.
Mir gefiel es auch, dass Leon und sein Krake Lucy schon zu Beginn als etwas besonderes dargestellt wurden. Sie haben eine ganz besondere Beziehung zueinander und dazu noch eine besondere Fähigkeit: [Achtung Spoiler - zum Lesen Schrift markieren]

Leon und Lucy können - im Gegensatz zu anderen Tiefseetauchern, in Gedanken miteinander sprechen. 

Diese Tatsache hat die beiden für mich zu einer Einheit werden lassen und ich finde Lucy - obwohl sie ein Krake mit Saugnäpfen und zig Armen ist - ziemlich niedlich, auch weil ihr Lieblingswort "Großviel" ist und viele Dinge dann "großviel lecker" oder "großviel schrecklich" waren ;-)


Zu Beginn der Geschichte habe ich mich gefragt, warum die Tiefseetaucher so jung sind und habe es sogar etwas unrealistisch und gefährlich gefunden, so junge Menschen tauchen zu lassen - auch wenn die Handlung in der Zukunft spielt.
Wenig später wurde das aber auch geklärt und Unklarheiten beseitigt. Ich fand Leon sehr sympathisch und mochte die Art, wie er mit Lucy umging und wie sehr er sich mit dem Meer verbunden fühlt. Das Meer ist sein Zu hause, sein persönlicher Rückzugsort. Ich war mit ihm dort unten in den Tiefen der Meere und bin mit ihm durch die Geschichte geschwommen. Brandis und Ziemek waren in ihrem Buch sehr kreativ und haben die Welt weiterentwickelt und heutige Forschungen klug weitergesponnen.

Ich habe mich oft gefragt wie viel von dem Buch schon heute Realität ist und wurde dank einer kleinen "Aufklärungsliste" am Ende des Buches sehr gut darüber informiert, wie weit die Forschung heutzutage doch schon ist.
Ich mochte auch die Nebencharaktere sehr gerne. Carima - das Mädchen das Leon hilft die Wahrheit über die Todeszonen herauszufinden - stand mir sehr nahe, da wir ähnliche Einstellungen zum Thema Wasser und Tierschutz haben. Es gibt auch Kapitel, die aus ihrer Sichtweise geschrieben sind, dir mir sehr gut gefallen haben. Ein schönes, solides Buch - perfekt für jeden, der mal abtauchen möchte!

Meine Bewertung: 3,5 von 5 Punkten

Etwas Abzug in der Bewertung gibt es, weil das Buch einige Passagen beinhaltet, die langatmig waren und die vielleicht nicht unbedingt hätten sein müssen. Es geht hin und wieder Spannung verloren, die für die Geschichte aber wichtig wäre.

Kommentare:

  1. Das Buch möchte ich auch gern noch lesen. Ich find einfach, dass es super klasse klingt.

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  2. Ich finde auch, dass sich das Buch klasse anhört, möchte ich ebenfalls mal lesen. :)

    LG
    Lydia

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