Montag, 19. März 2012

[Rezension] - "Schauergeschichten aus dem Schlund des Tunnels" oder: Ruck-und-zuck! - das flotte Lesebuch

Titel: Schauergeschichten aus dem Schlund des Tunnels
Autor: Chris Priestley
Verlag: Bloomsbury
Erscheinungsjahr: 2012 (1. Aufl.)
Seitenzahl: 280
ISBN-13: 978-3-82705-502-6
Preis : 15,90 €

Klappentext:

Robert ist nicht gerade traurig, dass die Ferien zu Ende sind und er das Haus seines Vaters und seiner unsympathischen Stiefmutter hinter sich lassen und wieder in sein Internat fahren kann. Doch er hatte nicht damit gerechnet, dass die erste Zugfahrt seines Lebens, die er ganz alleine unternimmt, so schnell so unheimlich werden würde. Denn plötzlich bleibt der Zug vor einem dunklen Tunnel stehen. [Verlagstext]


Meine Meinung:

Inhaltlich kann der 3. Teil von Chris Priestley's Schaugergeschichten-Reihe mit den den beiden Vorgängern absolut mithalten.
Es ist ein Buch, welches sich unglaublich flott liest und perfekt geeignet ist für Kinder, die sich vor dem Schlafengehen nochmal richtig gruseln wollen.
Die tolle Aufteilung der Gruselgeschichten lässt es auch zu, dass man jederzeit zu seiner Lieblingsgeschichte zurückspringen kann, um sie nochmal zu lesen.


In dritten Band (Bücher lassen sich unabhängig voneinander lesen!) geht es um den Jungen Robert. Robert kann seine Stiefmutter auf den Tod nicht leiden und ist froh, endlich in den Zug einsteigen zu können, der ihn zurück in die Schule bringen soll.
Während der Fahrt setzen sich mehrere Menschen zu ihm in den Waggon, unter anderem auch eine mysteriöse junge Frau, die ganz in weiß gekleidet ist und einen Haufen Geschichten der "Besonderen Art" zu erzählen hat.
Umstrickt werden die Geschichten also wieder von einer spannenden Rahmenhandlung, die es auch nochmal in sich hat, was die "Gruseligkeit" betrifft. Es gibt wieder einige tolle Zeichnungen in schwarz-weiß, die dem Buch eine besondere Atmosphäre verleihen.
Die Geschichten sind wieder herrlich skurril und düster aber...

...und dass finde ich besonders toll...

... nicht so dermaßen blutrünstig und bluttriefend wie es in den meisten Jugendromanen heutzutage der Fall ist.
Natürlich passiert vielen Figuren etwas schlimmes und einige sterben auch... aber es ist nie so derbe beschrieben, was ich viel spannender fand, da es die eigene Fantasie natürlich unglaublich anregt...

Ich fand den Stil von Chris Priestley auch wieder sehr anders (schön anders) als das, was man sonst so liest. Er hat eine tolle Art zu schreiben, irgendwie älter und gehobener. Ich weiß nicht, wie man es ausdrückt - es ist fast so, als wäre das Buch Anfang des letzten Jahrhunderts geschrieben worden - es ist aber keinesfalls überschminkt oder langweilig.

Ich habe nur einen einzigen Kritikpunkt und der war folgender:
Robert ist ein Junge, der gerne liest. Abenteuergeschichten und Mysteriöse Romane sind seine ständigen Begeleiter. Trotzdem ist er nach der ersten Geschichten (die leider die ungruseligste überhaupt war) sowas von erschrocken und verklemmt, dass es einfach ungläubig wirkt. Die Art, wie er seine Furcht beschreibt ist einfach etwas zu verfrüht und hat sich bei den Kindern aus den Vorgängerbänden erst später entwickelt.
Es ist zwar schade, aber man kann drüber hinwegsehen...


Meine Bewertung : 4/5 Punkte

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Kommentare:

  1. Bevor ich bei dir dieses Buch gesehen habe, kannte ich es noch gar nicht. Ist aber direkt auf meinen kleinen, feinen (hahaha!) Wunschzettel gewandert - klingt nämlich guuuuuut.

    Liebe Grüße
    Marleen

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  2. Ich habe den ersten Band gelesen und er hat mir auch wirklich gut gefallen. Ich finde vor allem auch die Illustrationen toll! Nun muss ich mir wirklich überlegen, ob ich mir nicht noche in paar Schauergeschichten antue . . .

    lG Favola

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