Dienstag, 6. März 2012

[Rezension] - "Happyface" oder: Wie man sich durchs Leben grinst …

Titel: Happyface
Autor: Stephen Emond
Verlag: Loewe
Erscheinungsjahr: 2011 (1.Aufl.)
Seitenzahl: 319
ISBN-13: 978-3-7855-7213-9
Preis : 14,95 € 

Klappentext:
Erst war alles Scheiße. Dann ist er umgezogen, hat angefangen zu grinsen – und plötzlich ist die Welt eine andere. Er hat jede Menge Freunde, die Mädchen stehen auf ihn und ohne ihn läuft keine Party. Warum?
Weil er cool ist und schlagfertig, immer gut gelaunt und für jeden Mist zu haben, kurz – weil er HAPPYFACE ist …
Dies sind die Aufzeichnungen und Erkenntnisse eines Teenagers, der sich eines Tages neu erfindet. Er setzt ein Grinsen auf, lächelt sich durch die ganze Kacke und wird zu – Happyface!  [Verlagstext]

Meine Meinung: 

Ich bin ein Mensch, der so gut wie nie Lesezeichen benutzt. Wenn ich ein Buch zuschlage und später weiterlesen möchte, weiß ich meist genau wo ich aufgehört habe. Und wenn ich mich doch nicht mehr an die Seite erinnern kann, dann brauche ich nur ein Stückchen zu lesen und weiß sofort - okay, da war ich schon oder hups... zu weit!
Aber bei Happyface konnte ich mich absolut nicht erinnern wo ich war....
Ich kanns mir nicht erklären - ich habe gelesen und mir die Bilder angeguckt, aber es ist mir kaum etwas vom Buch im Gedächtnis geblieben.
Die Illustrationen haben mich irgendwie so abgelenkt, dass ich die Häfte des Textes wieder vergessen habe...!
Es war (sofern ich mich richtig erinnere) mein erster Comic-Roman und ich habe mich wirklich tierisch auf dieses Buch gefreut. Die Illustrationen sind einfach toll! Auch das Cover passt grandios zu dem männlichen Anti-Helden im Buch.
Das ganze Buch ist in Tagebuchform geschrieben und erinnert stark an die Kinderbuchreihe Gregs Tagebuch.
Im Mittelpunkt steht ein Junge mit dem Spitznamen "Happyface".


Blick ins Buch? - Klick!
Er hat die typischen Teenager-Probleme:

Er ist in ein Mädchen verliebt, dass nur Freundschaft für ihn empfindet, in der Schule läuft es auch nicht grade prächtig und seine Eltern stecken in der Scheidung fest.
Vor allem zwischen ihm und seiner Mom gibt es Stress/Streit/Missverständnisse:

"Für sie ist es auch anders als für mich und ich glaube, wir entwickeln uns in zwei entgegengesetzte Richtungen. Sie ist zurückgegangen, ich vorwärts." S 150

Das Buch beschreibt einen Teil seines Lebens. Happyface beschließt zu lächeln - ganz gleich was die Leute sagen. 
Ich hatte mir - und da muss ich wirklich ehrlich sein - mehr erhofft. Ich hatte gedacht, es wäre so, dass sobald er anfängt zu lächeln, er total beliebt wird, haufenweise Freunde hat und jedes Mädchen ihn haben will - aber so ist es nicht.

Sein Leben ist immer noch schei**, er lächelt nur mehr und wenn die Leute ihn nicht für einen Schwachkopf halten, der immer grinst, dann einfach nur für einen Spaßvogel oder den der halt irgendwie "da ist". Einige suchen seine Nähe, aber eben nur, solange er Mr. Smiley ist:

"..und genau das ist das Ding, alle suchen deine Nähe,  wenn du Mr. Smiley bist und der Mittelpunkt jeder Party. Man ist ein Magnet für Leute, wenn das Leben Spaß macht, denn alle wollen dort sein, wo das Leben Spaß macht. Doch jeder einzelne von ihnen wartet [...]  
Sie warten auf den Moment, in dem alles auseinanderbricht damit sie sich darauf stürzen können. Damit sie zusehen können, wie man zusammenbricht, und ein besseres Gefühl über ihr eigenes Leben haben. Die Luft stand vor lauter Mitleid. Wenn Glück Leute anzieht, dann zieht Mitleid wahre Heerscharen an." S. 267


Ich fand die Art, wie der Junge in dieses Buch schreibt und malt sehr interessant, vor allem die Zeichnungen seiner "Angebeteten" fand ich sehr schön. Aber im Endeffekt konnte ich mich einfach nicht in die Figur hineinfühlen, vll. auch, weil ich diese Teenager-Probleme nicht mehr richtig nachempfinden kann.

Meine Bewertung: 2/5 Punkte


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Kommentare:

  1. Ich schick dir gern die Drachen der Tinkerfarm zu. Tritt mir einfach verbal gegens Schienbein, falls ich mich Mitte April nicht von selbst melde, manchmal bin ich ein bisschen verschusselt ;)

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  2. Das wäre irgendwie total cool, da Blogger zu treffen!!! :D
    Ich schreib bald noch einen Post mit Erkennunsmerkmalen und so, also aufpassen! ;)

    LG Elli

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  3. Mmh das wäre kein Buch für mich. Aber der eine Auszug aus dem Text ist wohl wahr: "Die Luft stand vor lauter Mitleid. Wenn Glück Leute anzieht, dann zieht Mitleid wahre Heerscharen an." S. 267" . An dieser Ausage ist wirklich viel dran!

    Schöne Rezi!

    LG

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