Samstag, 21. Januar 2012

[Rezension] - "Numbers - den Tod im Blick" oder: 21122012

Titel: Numbers - den Tod im Blick 
Autor: Rachel Ward
Originaltitel: Numbers 01
Verlag: Chicken House
Erscheinungsjahr: 2010
Seitenzahl: 368
ISBN-13: 978-3-551-52007-4
Preis : 13,95 €

Klappentext:
Augen, so heißt es, sind das Fenster zur Seele. Doch wenn Jem in fremde Augen blickt, sieht sie eine Zahl. Und die ist unauslöschlich. Denn die Zahl ist ein Datum. Der Tag, an dem ihr Gegenüber sterben wird. Diese Gewissheit hat Jem seit dem Tod ihrer Mutter. Deshalb meidet sie Menschen. Ist am liebsten allein. Bis sie Spinne kennenlernt - und mit ihm das Leben. 
Jem ist glücklich, zum ersten Mal. Doch als die beiden zum Riesenrad, dem London Eye fahren, passiert es - um sie herum haben alle dieselbe Zahl. Jem weiß: Etwas Furchtbares wird passieren. Heute. Hier. Fluchtartig verlassen Spinne und sie das Gelände. Und lösen damit eine Kettenreaktion aus. Spinne und Jem werden zu Gejagten. Von der Polizei, den Medien, den Menschen. Und Spinnes Todestag rückt näher und näher ... 

Meine Meinung:

Ich bin ganz ehrlich - dieses Buch hat mich sehr überrascht. Ich bin ohne große Erwartungen an "Numbers" rangegangen und war, wenn ich ehrlich bin, zuerst auch nicht sehr gefesselt oder interessiert an der Geschichte. 
Nach den ersten 80 Seiten hatte ich sogar überlegt, dass Buch abzubrechen, weil ich weder Jem noch Spinne besonders interessant fand und auch die Handlung eher schleichend voranging.
Auch die Sprache des Buches fand ich nicht sehr ansprechend, zumal Rachel Ward wenig wert auf Grammatik und Satzbau legt....
Aber ich habe tapfer weitergelesen und dann weiter und weiter und weiter.....
Und irgendwann konnte ich nicht mehr aufhören!

Die ganze Story - die ganze "Flucht" - von Jem und Spinne umfasst eigentlich nur 3 Tage, aber es sind drei sehr intensive Tage voller geflüsterter Versprechungen, einer jungen Liebe, einer abenteuerlichen, wenn auch überstürzten Flucht zu einen Ort, der für die beiden das Paradies werden soll.
Jem/ Spinne und die anderen Charaktere waren nur leider etwas schwach beschrieben. Jem denkt mir auch zu viel über die Zahlen nach, grade so, als wären sie erst seit gestern da und nicht schon ihr ganzes Leben:

"Ich suchte nach einem Schuldigen, während doch jeder sehen konnte, wer im Zentrum des ganzen stand. Ich. Ich war die einzige, die die Zahlen sah. Ich sah etwas, das niemand sonst sah. Meine Augen sahen es, mein Kopf, ich. Egal, ob sie falsch oder wahr waren, sie waren ich und ich war sie. Würde es sie ohne mich überhaupt geben?" S. 301

Sie macht sich durch dieses viele Nachdenken immer wieder selbst verrückt und betreibt auch so eine Art Selbstzerstörung damit, die nur durch die Liebe zu Spinne etwas abgeschwächt wird.

Spinne selbst fand ich irgendwie ein bisschen eklig. Jem beschreibt ihn sehr genau und erzählt auch, was genau sie an ihm anziehend findet, aber wenn sie da eine halbe Seite nur damit verbraucht zu beschreiben wie sein Schweiß riecht und wie Dreckverkrustet er durchs Stroh kriecht, finde ich dass nicht grade anziehend.... ihr? 
Auch wenn die Geschichte etwas schleichend vorangeht, so haben gewisse Situationen doch ihren Charme und man möchte wissen, ob die beiden ihr Ziel erreichen und ob Jem es schafft Spinne zu retten.
Auch das Ende hat mir sehr sehr gut gefallen, vor allem deswegen, weil nicht alles "Friede-Freude-Eierkuchen"-mäßig ausgeht, sondern weil das Buch mit einem eher traurigem Cliffhanger endet. Sowas mag ich eigentlich nicht so gerne, aber hier passt es am Ende doch sehr gut und macht Lust, den 2. Teil zu lesen.

Leider (und das kann ich nicht unerwähnt lassen) hat das Buch auch ein paar inhaltliche Fehler, die mir die Lust am Lesen ein bischen genommen haben:

Bsp: S. 304:
"Einen kurzen Moment wurde mit erst rot, dann schwarz vor Augen...."
Ich habs sogar gegooglet - es kann einem nicht "rot" vor Augen werden - sorry...

Alles in allem war es ein solides Buch, etwas für zwischendurch, mit dem man sich nicht weiter befasst, wenn man den letzten Satz gelesen hat. 
 
Meine Bewertung : 3/5 Punkte


P.S. :
Die ganze Story hinter dem Buch (Ein Mädchen sieht in den Augen der Menschen den Tag, an dem sie sterben) klingt sehr interessant, war aber für mich nichts neues weil ich ein großer Fan der Serie  "Death Note" bin, die dasselbe Thema als Grundlage haben.
Dort kann man sich die Kraft, den Todeszeitpunkt von Menschen sehen zu können aber nur erkaufen, in dem man die Hälfte seiner eigenen Lebenszeit opfert.



Das könnte euch auch interessieren:
Rezension : Gail Giles - Der erste Tod der Cass McBride [****] - klick!
Rezension : Krystyna Kuhn - Das Tal : Das Spiel [*] - klick!

Kommentare:

  1. Haha, dein Blogtitel ist so toll :D

    ... aber nun zum Wesentlichen:
    Ich fand Numbers auch nur mittelmäßig und weiß bis heute nicht, wieso das Buch von vielen so in den Himmel gelobt wurde. Schön, dass es da nicht nur mir so geht :)

    AntwortenLöschen
  2. Hallöchen. :)

    Du wurdest soeben von mir getaggt. :)
    http://schreiberlingsschatztruhe.blogspot.com/2012/01/tag-11-fragen.html

    Liebe Grüße, RomeosJuliet

    PS: Aw, ich liebe Death-Note auch, ich hab alle Bände in der Black Edition in meinem Bücherregal stehen! *_*

    AntwortenLöschen
  3. Also vom Klappentext her hätte ich es auch interessant gefunden - aber wie du schreibst... wird das Buch erstmal nicht in meine Warteliste aufgenommen ;)

    LG Anna

    AntwortenLöschen
  4. stimmt fällt mir jetzt auch gerade auf, dass es gewisse death note ähnlichkeiten hat... ( uuuuuh, wie ich death note doch liebe, hehe)
    also ich fand numbers eigentlich schon relativ gut...

    AntwortenLöschen

Ich freue mich immer sehr über Kommentare! Aber bitte unterlasse Verlinkungen zu anderen Websites, inklusive deiner eigenen.