Sonntag, 13. November 2011

[Rezension] - "Silberlicht" oder eine Geschichte über die Liebe...

Titel: Silberlicht
Autor: Laura Whitcomb 
Originaltitel: A Certain Slant of Light
Verlag: PAN
Erscheinungsjahr: 2010
Seitenzahl: 320
ISBN-13: 978-3-426-28328-8
Preis: 14,99 €

Klappentext:
Helen ist tot. Und doch ist es ihr nicht vergönnt, ins Himmelreich aufzusteigen. Als durchsichtiger Schatten einer einst wunderschönen Frau bleibt sie auf Erden gefangen. Niemand sieht sie und niemand kann sie berühren.
Sie ist die stille Muse ihrer »Bewahrer«, allesamt Schriftsteller, denen sie die richtigen Worte einflüstert und die nie etwas von ihrer Existenz erfahren werden.
Bis eines Tages ein Siebzehnjähriger ihr Leben verändert: Er blickt Helen direkt ins Gesicht und … er lächelt!
Im Körper des Schülers steckt James, ebenfalls eine Lichtgestalt. Er ist fasziniert von Helens Schönheit, und vom ersten Augenblick an wissen die beiden, dass sie füreinander bestimmt sind. Nun müssen sie alles daransetzen, einen menschlichen Körper für Helen zu finden. Eine abenteuerliche Suche beginnt... [Verlagstext]


Meine Meinung:

Ich hab mich wirklich lange Zeit vor dieser Rezension gedrückt. Ich weiß, ich hab sie euch versprochen und hier ist sie nun...
...aber ich muss auch ehrlich sagen, dass ich eine riesen Unlust hatte dieses Buch zu rezensieren, eben weil es mich absolut nicht begeistert hat.

Ich habe so viel positives über "Silberlicht" gehört und habe es dann aufgrund einer Empfehlung auch gelesen, aber ich habe schon sehr schnell gemerkt, dass sowohl die Handlung, als auch der Erzählstil absolut nicht meine Richtung sind.

Die Idee hinter dem Buch fand ich zwar sehr gelungen (Helen wandelt auf Erden und inspiriert ihre Bewahrer, niemand kann sie sehen etc.), aber die Umsetzung und die Gestaltung der Charaktere fand ich ziemlich missraten.
Helen ist, obwohl sie ja eine "erwachsene Frau" ist, ziemlich kindlich veranlagt, schwärmt von ihren Bewahrern und beschreibt ausschweifend, ja fast schon blumig, wie es ist, tot zu sein.
Der ganze Erzählstil ist auch sehr poetisch und metaphernreich. Im Grunde finde ich sowas nicht schlecht, ich mag sowas eigentlich sogar auch mal ganz gerne, aber nicht, wenn es permanent in jedem dritten Satz so geht....
Als Helen dann auf James trifft, verfällt sie in ein Kleinkindchenschema, so wie die 12jährigen, die Justin Bieber anhimmeln.
Das Buch von Innen...
Viele mögen es ja ein bischen kitschig, aber ich fands manchmal einfach zu "drüber".
Natürlich kann man sich Hals über Kopf verlieben, dass kenne ich auch, aber man kann doch nicht nach ein paar Tagen schon sagen : "Ich liebe ihn! Ich muss doch bei ihm bleiben... ohne ihn macht nichts mehr Sinn"...

Aber ich meine - außer James war ja auch niemand anderes da! Er ist der erste und seit Jahren der einzige der sie sehen kann, es war ja logisch, dass sie bei ihm bleiben will und sich dann Knall auf Fall in ihn verliebt. Das ist auch etwas komisch, weil ich anfangs wirklich dachte, sie wäre in ihren Bewahrer Mr. Brown verliebt.
Im letzten Viertel des Buches habe ich dann auch angefangen, Sätze zu überspringen.

Der Anfang des Buches war noch ganz akzeptabel, aber als ich dann auf Jenny traf, Helens zukünftige "Hülle", da wars dann auch bei mir vorbei.
Jenny war mir einfach ein zu krasser Gegensatz zu Helen. Ich konnte mir Helen einfach nicht in diesem Körper vorstellen.

Was ich allerdings wirklich richtig toll fand, waren die vielen kleinen versteckten Andeutungen und Spielereien im Bezug auf andere klassische Bücher.
Silberlicht ist eine Omage an klassische Werke von Shakespeare, Austen, Brontë und auch Lewis Carroll, Emily Dickinson und Robert Frost finden in Helens Herz und in diesem Buch mit ihren Werken Platz.
Es gibt einige tolle Zitate, dazu könnt ihr hier! gerne mehr lesen!

 
Das Cover zu Silberlicht finde ich auch recht schön. Ich finde es nur ein bischen schade, dass das Buch "Silberlicht" heißt, das Cover aber golden geprägt ist.
Außerdem sehen die Augen der Frau auf dem Cover etwas seltsam aus... oder nicht?

Meine Bewertung: 2/5 Punkte

Kommentare:

  1. Schade das dir das Buch nicht gefällt :o
    Ich bekomme es bald als rezi exemplar und bin schon gespannt ob ich es besser finde :)
    Lg :*

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  2. Hey, endlich wieder eine Rezi vom Paralauscher ;-)
    Ein bisschen neugierig hast du mich ja schon auf das Buch gemacht - die ganzen Parallelen zu den Klassikern finde ich echt interessant... bloß der Rest hört sich wirklich nicht nach einem Buch an, das ich lesen will :-/
    Vielleicht kann ich in der Bücherei ja mal reinluken ;-) Lieben Gruß von deiner Bücherdiebin!

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  3. Hey, hab das Buch auch gelesen, aber mir hat es super gut gefallen. Ich kann kitschige Geschichten nicht leiden, aber hier fand ich die Liebesgeschichte zwischen James und Helen gar nicht so übertrieben, auch haben mich mehr die anderen Aspekte in dem Buch interessiert, wie Helens Konflikt in Jennys Leben etc. Schade, dass es dir nicht gut gefallen hat!

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