Montag, 15. August 2011

[Rezension] - "Die Poison Diaries" oder die Geschichte von Schmalz und Liebe...

Titel: Die Poison Diaries
Originaltitel: The Poison diaries
Erscheinungsjahr: 2011
Seitenzahl: 272
ISBN-13: 978-3-8414-2124-1 
Preis: 14,95 €

Klappentext:

Um 1800: Jessamine lebt mit ihrem Vater in einer verlassenen Kapelle im Norden Englands. Sie führen ein stilles, von Jahreszeiten geprägtes Leben. Jessamines Vater ist Botaniker, seine Leidenschaft sind Heil- und Giftpflanzen. In einem verborgenen Giftgarten züchtet er mächtige tödliche Gewächse, sorgsam darauf bedacht, seine Tochter von der Gefahr fernzuhalten.
Als eines Tages Weed auftaucht, ein rätselhafter Fremder mit absinthgrünen Augen, verfällt Jessmine ihm sofort. Doch kaum haben die beiden zueinander gefunden, wird das Mädchen sterbenskrank. Was ist Weeds dunkles Geheimnis? Ist er ihre Rettung oder bringt er den Tod?

Meine Meinung:
 
In der Buchhandlung hat mich das Cover des Buches sofort angesprochen und auch die Buchunterseite mit dem Rankenmuster hat mich sofort überzeugt. Ich bin dann vermutlich auch mit zu hohen Erwartungen an das Buch herangegangen und wurde dann anfangs doch bitter enttäuscht.
Bis Seite 150 war das Buch so sehr dabei in eine absolut schnulzige Angelegenheit abzudriften. Maryrose Wood hat eine sehr ausschweifende Ausdrucksweise, wobei ich aber sagen muss, dass sie gerade Ortsbeschreibungen sehr detailgetreu wiedergibt, vor allem den sogenannten "Apothekergarten" konnte ich mir sehr gut vorstellen.
Leider ist mir aber auch aufgefallen, dass erstaunlich viele Sätze mit "Ich" beginnen, aber gut, darüber kann man hinwegsehen.

Die Liebesgeschichte zwischen Weed und Jessamine war für mich nicht wirklich glaubwürdig, sondern eher konstruiert, eine pubertäre Verliebheit, die meiner Meinung nach nicht lange halten wird.

Es war auch sehr logisch, dass Jess sich in Weed verliebt - ihr ganzes Leben lang wohnte sie sehr zurückgezogen mit ihrem Vater, kümmerte sich um den Haushalt und auch den Großteil der Pflanzen und baute sich ihre eigene kleine Welt auf.
Als dann Weed kam mit seinen "unglaublich grünen hypnotischen Augen" und seinem seltsamen Wesen, war es nur klar, dass sie sich sofort in ihn verliebt. Auch die Tatsache, dass sie einen nicht sehr liebevollen Vater hat trieb sie regelrecht in Weeds Arme.
Anfangs dachte ich Weed hat einfach nur nen Knall, er redete immer so komisches Zeugs, wirkte aber doch immer irgendwie niedlich und hilfebedürftig.

Ab Seite 150 wurde die ganze Story dann aber doch spannend und ich bin nun froh, dass Buch nicht abgebrochen zu haben.
Jessamines Krankheit nimmt einen wirklich mit und man verfolgt jeden Schritt Weeds gespannt, ob er es nun schafft sie zu retten oder nicht.
Weeds Charakter wird im zweiten Teil des Buches auch mehr beleuchtet und auch Jessamines Vater lernt man von einer ganz anderen Seite kennen.
Alles in allem ist es ein doch lesenswertes Buch, etwas für zwischendurch, leicht zu lesen.
Auch das Thema Botanik ist gut in dem Buch wiedergegeben worden. Nicht zu sehr überlastet mit Fakten, keinesfalls langweilig oder zu schwierig zu verstehen.

Ein kleines Manko waren allerdings die Tagebucheinträge von Jessamine, die mir eher wie Lückenfüller vorkamen, nicht wirklich sinnvoll, sondern einfach nur da...:

"Das Wetter ist schön und sonnig. Vater sagt, ich dürfe über den heutigen Tag nichts schreiben. Der Apothekergarten und alles darin muss ein Geheimnis bleiben. Habe ich schon erwähnt, dass das Wetter schön ist?" S. 114

Es ist eigentlich schwachsinnig, dass sie es in ihr Tagebuch schreibt, weil der Leser eh mit ihr in den Apothekergarten geht und alles erfährt was "geheim bleiben soll"

Entscheidet selbst...

Meine Bewertung: 3/5 Punkte

Kommentare:

  1. Hay du!

    also sagen wir mal so, wenn du ein Buch suchst, zur Unterhaltung, dass spannend ist und dir die Nerven raubt, dann bist du mit dem Buch falsch dran, aber das BUch hatte, zumindest in meinen Augen, ein paar interessante Denkweisen und Auffassungen.

    ;)
    Bin gespannt ob du es denn lesen wirst :P

    LG
    Jen

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  2. @Alle:
    Splitterherz' Kommentar war eine Antwort zu meinem Kommentar ihrer Rezension des Buches "Die Rebellion der Maddie Freeman"

    @Splitterherz:
    Also wenn jemand mir das Buch schenken sollte oder ich es irgendwo herabgesetzt sehe, werde ich es lesen. Kaufen werde ich es mir wohl nicht.

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  3. Hi,
    du hast echt eine schöne Seite :) Vor allem gefällt mir dein Spruch: "Wie ich auszog, umd ie Welt zu retten und mit einem Buch wiederkam" :D Das gefällt mir zu gut und passt eigentlich fast immer wenn ich in der Stadt unterwegs bin.
    Ja diese telefonzellen sind nicht gerade groß und zu zweit hab ich die nicht ausprobiert nur so zum posieren davor :) Aber schön sind sie ja dafür..
    Liebe Grüße Bianca

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  4. Du hast von uns einen Blogaward verliehen bekommen, weil wir hier so gerne vorbeischauen. :)
    Hier:
    http://fearsomeangel.blogspot.com/2011/08/eine-kleine-auszeichnung.html

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  5. @Livi:

    Muahhhhhhhhhhhhhhhhh danke schön^^

    *Freufreufreu*

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  6. Bin über Maries Blogroll hierher gestupst worden und dein Schreibstil hat mich soeben zum regelmäßigen Leser konvertiert. Herrlich rotznasig. :p Weiter so!

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  7. @Mila:
    Ich bin gerne rotznasig, ich war auch immer ein bösartiges Kind, dass gelacht hat, wenn andere Kinder hinfallen:-)

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