Montag, 3. August 2015

[Rezension] : "Mucksmäuschentot" oder: Bis der Faden reißt...

Titel: Mucksmäuschentot
Autor: Gordon Reece
Originaltitel: D
Verlag: S. Fischer Verlage
Erscheinungsjahr: 2014 
Seitenzahl: 352
ISBN: 978-3-596-19114-7
Preis: 9,99 € [D] | 10,30 € [A]

Worum geht's?:
Shelley und ihre Mutter sind Opfer. 'Mäuse', wie Shelley es nennt. Massives Mobbing zwingt die beiden dazu, umzuziehen. In ihrem neuen Haus auf dem Lande soll alles anders werden. Sie fühlen sich endlich wieder wohl und erschaffen sich ihre eigene kleine Welt. Aber dann bricht ein Mann in ihr Haus und in ihr Leben ein und bei Shelley reißt der Faden. Es gibt kein Zurück...

Warum dieses Buch?

Ein purer Glücksgriff. Ich hatte dieses Buch weder jemals irgendwo gesehen, noch davon gehört. Es stand, versteckt hinter ein paar anderen Büchern, in einer kleinen Buchhandlung und ich hätte es fast übersehen. Aber nur Fast. Auf der Rückseite stand:
"Wie Gewalt dich verändert - ein raffinierter Thriller für Fans von 'Tote Mädchen lügen nicht' und 'Nichts'." Ich mochte beide Bücher, auch wenn sie sehr speziell waren. Dennoch war es für mich ausschlaggebend, das Buch zu lesen.

Meine Meinung

Nachdem die letzte Seite gelesen war und ich das Buch nachdenklich zur Seite legte, war die Geschichte von Shelley für mich noch lange nicht vorbei. Noch wochenlang spukte die Geschichte in meinem Geist herum - eindeutig ein Zeichen für eines der wenigen 6-Sterne Bücher.

Dienstag, 28. Juli 2015

[Leseproben-Check] - "The Diviners - aller Anfang ist böse"

<~ Leseproben-Check "Im freien Fall"

Erster Satz:
"Evie presste den schlaffen Eisbeutel an ihre Stirn."

Letzter Satz*:
"Bis dann, ihr Narren! Ihr habt ja keine Ahnung!"

Evie besitzt die Gabe, Gegenständen mittels Berührung Geheimnisse über ihren Besitzer zu entlocken. Mitte der Zwanziger Jahre wird sie wegen einer kleinen "Verfehlung" aus ihrer Heimatstadt ins aufregende New York geschickt. Kurze Zeit später erschüttert ein Mord die Stadt. Und Evie gerät mitten hinein, nicht wissend, welche Bestie hinter dieser Grausamkeit schlummert.

Sonntag, 26. Juli 2015

[Rezension] - Zuletzt die Hunde

Titel: Zuletzt die Hunde
Autorin: Marita de Sterck
Originaltitel: De hondeneters [Niederl.]
Verlag: Oetinger
Erscheinungsjahr: 2012 (1. Aufl.)
Seitenzahl: 249 + Kartenillustration hinten im Buch
ISBN: 978-3-84150-125-7
Preis: 12,00 € [D] | 12,40 € [A]

Worum geht's?:
Der junge, fast achtzehnjährige Viktor verlässt im Kriegswinter 1970 sein Elternhaus, um seinen entlaufenen Hund Django zu suchen. Für Viktor eigentlich hochgefährlich, denn der Krieg fordert täglich Opfer und Viktor leidet an der Fallsucht. Außerdem kommt er aus gutem Hause und hat nur wenig Erfahrung mit der "Außenwelt". Die Armut der Leute schockiert ihn, die Menschen essen, was sie in die Finger bekommen können - auch Hunde.

Meine Meinung

Marita de Sterck beschönigt nichts. Sie zeigt auf, wie schrecklich Krieg ist und welche Opfer er fordert. Die Grundstimmung der Geschichte ist auch daher sehr melancholisch und lässt nur selten Lichtblicke zu. Ich bin mir deswegen unsicher, wie das Buch bei Jugendlichen ankommt, da viele in der Schule bereits mit dem Thema erdrückt werden und dann selten Interesse daran haben, auch privat darüber zu lesen. Dennoch möchte ich mich in dieser Hinsicht sehr für dieses Buch aussprechen, da es durch die Suche Viktors nach seinem geliebten Hund einen roten Faden hat, der auch für Junge Erwachsene interessant sein kann.